Diesen Sommer hat das Schweizer Groupement der Markenspirituosen (GSM) sämtlichen Detailhändlern sein Ausbildungsmaterial angeboten, das dem Kassenpersonal in den Läden bei der Durchsetzung von Art. 41 des Alkoholgesetzes (Verbot des Verkaufs von Spirituosen an Minderjährige) helfen soll. Dieses – kostenlose – Material ist auf deutsch und französisch erhältlich und besteht aus einem Video, einer Schulungsunterlage und Prospekten. Der Erfolg dieser Aktion war durchschlagend: Allein in den Sommermonaten wurden 40’000 Prospekte und 1’000 Kassetten an 524 Einzelhandelsgeschäfte zusätzlich zu den Filialen der Grossverteiler abgegeben. Dieser Erfolg bestärkt das GSM in seiner Überzeugung, dass es wichtiger ist, die Anwendung des Gesetzes zu fördern als alle möglichen Zusatzsteuern, kantonale Werbeverbote und neue Verkaufseinschränkungen zu erfinden!

Eine Lücke schliessen

Dieses schon im Jahr 2000 ausgearbeitete Material wurde seither in rund 500 Exemplaren verteilt. Die starke Nachfrage in diesem Sommer beweist einerseits die Sensibilisierung der Ladenbesitzer für die Problematik der Gesetzeseinhaltung andererseits aber auch den Mangel an praktischen Mitteln, die sie zu einer strengeren Anwendung des Gesetzes anhalten sind.

Auch die Grossverteiler haben dieses Material sehr begrüsst, wird es doch Ladenketten wie Coop, Denner, Manor, Pick Pay und Globus im Rahmen ihrer internen Ausbildungen eingesetzt.

Die Video-Kassette stellt Fallbeispiele vor, die von Schauspielern gespielt werden. Dazwischen werden Interviews mit Kassiererinnen gezeigt, die von ihrer persönlichen Erfahrung in Sachen Spirituosenverkauf an Minderjährige berichten. Bei der Gestaltung des Drehbuchs für die gespielten Szenen stützten sich die Autoren auf eine Untersuchung, die beim Personal von mehreren Warenhäusern in der Genfersee-Region durchgeführt worden war. Ausser dem Video steht den Kursleitern auch eine «Kursunterlage» zur Verfügung mit Tipps für Gruppenübungen und Anregungen für Varianten bei der Verwendung des Videos (z. B. Kommentieren der einzelnen Fallbeispiele in der Gruppe).

Vervollständigt wird das Material durch einen Prospekt für die Kunden, der die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Verkauf von alkoholischen Getränken in Erinnerung ruft. Darin wird auch darauf hingewiesen, dass das Ladenpersonal verpflichtet ist, im Zweifelsfall das Alter eines Kunden zu kontrollieren.

«Ein überzeugendes Beispiel» von Zusammenarbeit

Dieses Ausbildungsmaterial wurde vom GSM zusammen mit der Fédération genevoise de prévention de l’alcoolisme ausgearbeitet. Die Zeitung der Eidgenössischen Alkoholverwaltung communica bezeichnet es als „überzeugendes Beispiel“ von Zusammenarbeit in der Prävention.


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