Solothurn – Genf,  19.05.2014 – Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat kürzlich die Ergebnisse einer von ihm in Auftrag gegebenen Studie veröffentlicht, welche die Kosten des Alkoholkonsums in der Schweiz auf rund 4,2 Milliarden Franken pro Jahr schätzt. SPIRITSUISSE ist der Meinung, dass dies stark zu relativieren ist, da die Autoren selbst von einer möglichen Bandbreite zwischen 2.2 und 4.8 Milliarden Franken ausgehen und ausserdem zahlreiche methodologische Vorbehalte anbringen. SPIRITSUISSE ist auch der Ansicht, dass sich unser Land nicht in einem alkoholpolitischen Notstand befindet.

Unzuverlässige Information?

Die Medienmitteilung des BAG hält kurz und bündig fest, dass die gesellschaftlichen Kosten  des Alkoholkonsums im Jahr 2010 4,2 Milliarden Franken betrugen, wobei sie mit keinem Wort die von den Verfassern der Studie selbst formulierten  Vorbehalt erwähnt: «Die ermittelten Gesamtkosten sind jedoch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, da wir für die Berechnungen zahlreiche Annahmen treffen mussten und die Datenverfügbarkeit nicht für alle Kostenarten gleichermassen gewährleistet war. Je nach verwendeter Methode und getroffenen Annahmen schwankt der Wert für die gesamten gesellschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums zwischen minimal 2.2 Mrd. CHF und maximal 4.8 Mrd. CHF».

Der Alkoholkonsum in der Schweiz ist unter Kontrolle 

SPIRITSUISSE ist der Ansicht, dass sich die Schweiz in Sachen Alkoholkonsum nicht in einem Notstand befindet. Der Verband weist darauf hin, dass der Gesamtkonsum von Reinalkohol pro Einwohner ständig rückläufig ist und zwischen 1993 und 2012 von 10 auf 8,4 Liter pro Jahr um 16% gesunken ist. Der Weinkonsum hat sogar um 22% abgenommen. Der Konsum von Spirituosen seinerseits ist seit über zehn Jahren stabil bei rund 1.6 Liter Reinalkohol pro Einwohner und pro Jahr.

SPIRITSUISSE setzte sich für die Prävention ein 

SPIRITSUISSE will keineswegs leugnen, dass übermässiger Alkoholkonsum sowohl für den Konsumenten selbst auch für sein Umfeld schädlich ist. Aus diesem Grund engagiert sich der Verband aktiv in Präventions- und Sensibilisierungsprogrammen. So organisiert er am 22. Mai 2014 seinen Schweizer Tag der Sensibilisierung für den verantwortungsvollen Konsum und lanciert seine Mobil-Applikation SpiritTest, die den Blutalkoholgehalt einschätzt und angibt, ob jemand fahrtauglich ist oder nicht.

Ineffizienten Interventionismus vermeiden

Nach Ansicht des Verbandes kann das Problem von übermässigem Alkoholkonsum nicht durch interventionistische und darüber hinaus weitgehend unwirksame generelle Verbote oder Markteingriffe wie zum Beispiel Mindestpreise, Nachtregime oder Werbeverbote gelöst werden.

SPIRITSUISSE vereinigt die wichtigsten Produzenten von Schweizer Qualitätsprodukten. Der Verband vertritt 58% der in der Schweiz kommerzialisierten Spirituosen und umfasst zehn grosse einheimische Firmen und Schweizer Filialen von ausländischen Unternehmen. Seine Mitglieder sind:  Appenzeller Alpenbitter, Bacardi‐Martini (Schweiz) AG, Campari Schweiz AG, Dettling & Marmot, Diageo Suisse, Haecky Drink & Wine, Henkell & Co. Schweiz, Lateltin, Moët Hennessy (Suisse), Pernod Ricard Swiss. SPIRITSUISSE ist ein Verein im Sinne von Artikel 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches.

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