«Samstagabend-Suff» und «Binge Drinking» sind keine generellen Erscheinungen

Der Konsum der Jugendlichen findet vorwiegend am Wochenende im Ausgang statt. Der Alkohol ist dabei mit der Vorstellung von Fest verbunden.

Der «Samstagabend-Suff» kommt zwar bei gewissen Gruppen von Jugendlichen vor, ist aber zum Glück nicht repräsentativ für die Mehrheit. Und erfreulicherweise geht er laut dem European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) in der Schweiz seit 2007 zurück. Leider hat die Schweiz am ESPAD 2011 nicht teilgenommen.

Das «Binge Drinking», zu Beginn des Abends sehr rasch zu trinken, um sofort einen Rauschzustand zu erreichen, ist eine Tendenz gewisser Jugendlicher. Die Jugendlichen trinken oft schon, bevor sie in ein Lokal gehen. Dies wird mit dem Unterschied zwischen den Getränkepreisen im Laden und den Bars bzw. Night-Clubs erklärt. Diese äusserst bedauerliche Gewohnheit scheint, zum Glück laut ESPAD-Bericht 2007, ebenfalls rückläufig zu sein.

Die von Sucht Schweiz analysierte HBSC-Studie 2010[1] hält in der Einleitung fest « (…) In der Schweiz konsumiert die grosse Mehrheit der 15-jährigen Schüler keinen Alkohol (…) oder hat lediglich vereinzelte Erfahrungen gemacht…».

Andere Studien kommen zum Schluss, dass die Jugendlichen früher trinken als in den letzten Jahren. Einer von vier 15-Jährigen soll jede Woche Alkohol zu sich nehmen. Man nimmt an, dass 26% der Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren und 39% in der Altergruppe von 20 bis 24 Jahren ein Mal pro Monat oder häufiger einen Rausch haben.


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